Religion erleben

Unser Kinderhaus ist ein Ort gelebter Vielfalt!

Die Vielfalt unserer multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft spiegelt sich bei uns im Kinderhaus wieder. Jedes Kind ist einzigartig und wertvoll. In unserem Kinderhaus achten wir die Vielfalt von Lebenssituationen, Lebensformen, Religion oder Konfessionslosigkeit, Sprache und Kulturen unserer Familien. Wir bertrachten diese Vielfalt als Bereicherung. Bei uns in Kinderhaus erleben die Kinder, dass es normal ist verschieden zu sein – auch in religiöser Hinsicht. Dabei geht es bei uns im Kinderhaus um mehr, als um Erziehung zu Toleranz und interkulturelle und interreligiöse Bildung. Bei uns geht es um die Förderung von einem achtungsvollen Miteinander, Respekt voreinander und die Förderung von Freundschaften.

Die UN-Kinderrechtskonvention schreibt dazu in Artikel 29, Absatz 1 d: Das die Bildung des Kindes darauf gerichtet sein muss „…das Kind auf ein verantwortungsbewusstes Leben in einer freien Gesellschaft im Geist der Verständigung, des Friedens, der Toleranz, der Gleichberechtigung der Geschlechter und der Freundschaft zwischen allen Völkern und ethnischen, nationalen und religiösen Gruppen… vorzubereiten.“

Kinder begegnen der Welt grundsätzlich offen und neugierig. Sie entwickeln vom ersten Lebenstag an ein Vorstellung von

  • sich selbst,
  • der Welt
  • und dem Leben mit anderen.

In der Auseinandersetzung mit ihren Bezugspersonen (Gleichaltrigen, Eltern, ErzieherInnen) bauen Kinder eine eigene Wertehaltung und Einstellungen auf und entwickeln so ihre eigene Identität und Persönlichkeit.

„Man kann den Menschen nichts beibringen. Man kann ihnen nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.“ (Galileo Galilei)

Kinder werden bei uns mit all ihren Erfahrungen, mit ihren Fragen, Ängsten, Ideen und Vorstellungen ernst genommen. Gemeinsam mit den Kindern philosophieren und theologisieren wir über das Leben und über Gott und die Welt. In den pädagogischen Fachkräften finden die Kinder bei uns verständnisvolle PartnerInnen und verlässliche Vorbilder. Sowohl christliche wie auch weltliche Werte wie

  • Solidarität,
  • Respekt,
  • Freiheit,
  • Gleichberechtigung,
  • Nächstenliebe,
  • Grechtigkeit,
  • Selbstliebe
  • und globale Verantwortung sind grundlage unseres Handelns.

Im Kinderhaus spielen das Erleben religiöser Traditionen, das Feiern religiöse Feste, Rituale und biblische Geschichten eine wichtige Rolle.

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Die Kinder sollen bei uns Geborgenheit, Vertrauen, Zuwendung, Anerkennung und Unterstützung erleben und im Miteinander Wertschätzung erfahren. Uns ist es wichtig, den Kindern christliche Werte wie z.B. Teilen, Helfen, Solidarität und einander trösten zu vermitteln. Diese Erfahrungen werden durch religiöse Geschichten und Feste wie Erntedank, St. Martin, Nikolaus, unser Krippenspiel, Ostern, Kinderhausgottesdienste… verstärkt und gefestigt. Durch das Erzählen, Nachspielen und dem gemeinsamen Gestalten von biblischen Geschichten z.B. mit Tüchern, Lege- und Naturmaterialien wollen wir das Leben und Wirken von Jesus für die Kinder erlebbar machen. So sollen ihnen für ihr eigenes Leben  Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Dies soll eine Hilfe bei der Verarbeitung eigener Erlebnisse sein.

Darüber hinaus ist es uns ein großes Anliegen, dass sich die Kinder als Teil der Natur erfahren. Ein bewusster Umgang mit der Schöpfung ist uns wichtig. Kinder lernen bei uns verantwortungsvoll und nachhaltig mit der Natur umzugehen und die biologische Vielfalt zu schützen und zu bewahren.

Ziele für das Bildungs-und Entwicklungsfeld „Sinn, Werte und Religion aus dem Orientierungspan des Landes Badenwürttemberg, Seite 167:

Kinder

  • entwickeln Vertrauen in das Leben auf Basis lebensbejahender religiöser bzw. weltanschaulicher Grundüberzeugungen und werden in der Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft gestärkt,
  • kennen unterschiedliche Zugänge zum Leben (religiös-weltanschaulich, technisch-naturwissenschaftlich, künstlerisch u.a.) und vielfältige religiöse und weltanschauliche Orientierungen,
  • kennen und verstehen die christliche Prägung unserer Kultur,
  • kennen die Wirkung sakraler Räume, Rituale und Symbole, die die Erfahrung von Geborgenheit, Gemeinschaft, Stille, Konzentration ermöglichen,
  • können in ihrem Philosopieren und / oder Theologisieren über das Leben und die Welt verständnisvolle Partner finden,
  • erleben unterschiedliche Weisen, nach Sinn zu fragen und Werte zu leben und kommunizieren darüber,
  • kennen ihre religiösen bzw. weltanschaulichen Wurzeln,
  • bringen sich zusammen mit anderen in die nachhaltige Gestaltung ihres sozialen und ökologischen Umfeldes ein,
  • tragen zu einem gelingenden Zusammenleben in der Gruppe bei,
  • sind in der Kindertageseinrichtung angenommen und geborgen – auch mit ihren religiösen bzw. weltanschaulichen Prägungen, Haltungen und Meinungen.

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